Förder­fä­hige Einbruch­schutz­maß­nahmen

Was wird gefördert?

  • Einbau von Einbruch- und Gefahrenmeldeanlagen nach DIN EN 50131 und DIN VDE 0833, Teile 1 und 3 jeweils Grad 2 oder besser, die ausschließlich zertifizierte Melder nach DIN EN 50131-2-x ab Grad 2 aufweisen
  • Infraschall- bzw. Luftdruck-, Luftvolumensysteme oder Raumresonanzfrequenzgeräte sind nicht förderfähig.
  • Einbau von Gefahrenwarnanlagen sowie Sicherheitstechnik in Smarthome-Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion nach DIN VDE V 0826-1 ohne Abweichung. Bei der Scharf- und Unscharfschaltung muss die Zwangsläufigkeit nach DIN VDE V 0826-1 eingehalten werden.
  • Einbau einbruchhemmender Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren nach DIN EN 1627 ab einer Widerstandsklasse RC 2 oder besser
  • Einbau einbruchhemmender Garagentore und -zugänge (bei direkter Verbindung zum Wohnhaus) ab einer Widerstandsklasse WK2 oder besser nach DIN V ENV 1627
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren
    • Schlösser (z.B. Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel, Türzusatzschlösser, Kastenriegelschlösser) / Bandseitensicherungen nach DIN 18104 Teil 1 oder 2
    • Schutzbeschläge nach DIN 18257 ab Klasse ES 1 mit Zylinderabdeckung
    • Mehrfachverriegelungssysteme z.B. mit Sperrbügelfunktion nach DIN 18251 Klasse 3 oder besser
    • Einsteckschlösser nach DIN 18251, Klasse 4 oder besser in Kombination für Profilzylinder nach DIN 18252 der Angriffswiderstandsklasse 1 oder besser mit zusätzlichem Ziehschutz
    • bei Neuverglasung einbruchhemmendes Glas entsprechend DIN EN 356, P4 oder besser mit gesicherter Glasanbindung
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster- und Fenstertüren nach DIN 18104, Teil 1 oder 2 bzw. bei Neuverglasung nach DIN EN 356, P4 oder besser mit gesicherter Glasanbindung
  • einbruchhemmende Gitter, Klapp- und Rollläden und Lichtschachtabdeckungen nach DIN EN 1627 ab Widerstandsklasse RC 2

Auch der Einbau neuer einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren (der Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627 oder besser) wird mittlerweile gefördert. 

Hintergrund ist die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG), mit der zum  Jahresbeginn 2021 die energetische Gebäudeförderung des Bundes neu aufgesetzt wurde. Sie ersetzt die bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz.

 

Im Rahmen der BEG stehen seit Juli 2021 Förderangebote für das energieeffiziente Bauen und Sanieren sowohl bei der KfW als auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Verfügung. In den BEG-Teilprogrammen „Effizienzhausförderung Wohngebäude“ (Kredit oder Zuschuss bei der KfW) und „Einzelmaßnahmenförderung“ werden auch einbruchhemmende Investitionen bei Fenster und Fenstertüren gefördert. Die KfW fördert diese Einzelmaßnahme ausschließlich mit einem Wohngebäude – Kredit (261, 262). Das BAFA hingegen fördert entsprechende Einbruchschutzmaßnahmen nun mit einem Zuschuss von 20 Prozent, z.B.:

  • Einbau einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren,
  • Nachrüstung einbruchhemmender Produkte, wie z. B. Pilzkopfverriegelungen, Sicherheitsverglasung.

Da hier die Energieeffizienz im Vordergrund steht, muss ein Energie-Effizienz-Experte (EEE) eingebunden werden. Da diese in der Regel keine Einbruchschutz-Experten sind, sollten Kunden sich unbedingt von einer sicherheitstechnischen Fachfirma in Sachen Einbruchschutz beraten lassen. Mit dem Einbau sollten nur qualifizierte Fachunternehmen beauftragt werden, die auch die notwendige Fachunternehmerbestätigungausstellen. 

Die genannten technischen Mindestanforderungen (s. auch Merkblatt der KfW) sind verpflichtend für die Förderung einzuhalten.

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